Beziehungen sind immer vielschichtig und gehen oft genug unter die Haut. So bleibt es nicht aus, dass sich zwischen den Pflegerinnen und Haushaltskräften der Höchberger Sozialstation und den Patienten ehrliche Gefühle und tiefe Freundschaften entwickeln. Wenn einer der Pfleglinge dann stirbt bedeutet es mehr, als dass ein "Kunde" aus den Büchern gestrichen wird. Der Tod reißt auch hier tiefe Wunden. Eine Patientin hatte nun einen wunderbaren Gedanken, wie sie auch über den Tod hinaus ihre Verbundenheit mit der Höchberger Sozialstation ausdrücken konnte und es kam genau zur richtigen Zeit und konnte nicht passender sein.

Der Kleidermarkt tragbar ist in Höchberg inzwischen zu einer festen Institution geworden. Immer am ersten Donnerstag im Monat werden die Türen des ehemaligen Kindergartens im Seeweg im Hexenbruch geöffnet und jeder der möchte kann sich hier nach gut erhaltener Kleidung umsehen. Seit Juni diesen Jahres wird nun von den Gewinnen ein Auto finanziert, das der Höchberger Sozialstation gute Dienste erweist.

Man hat es schon oft gehört und nimmt sich auch immer wieder vor, für die eigenen grauen Zellen etwas zu tun, denn das Gehirn verhält sich in Sachen Gedächtnisleistung weitgehend wie ein Muskel: Man muss es trainieren, damit es fit bleibt! Doch all zu oft bleibt es bei den guten Vorsätzen. Ab und zu nimmt man sich die Zeit und löst ein Kreuzworträtsel oder trägt Zahlen in kleine Kästchen ein. Das ist schon Mal besser als nichts. Doch um das Gedächtnis ganzheitlich zu trainieren bedarf es verschiedenartiger Übungen, die unterschiedliche Bereiche stimulieren, wie etwa die Konzentrationsfähigkeit, das Erinnerungsvermögen, das Zusammenspiel von Wahrnehmung und Sensorik oder auch zum Beispiel die Fähigkeit, Dinge präzise zu formulieren. Die Höchberger Sozialstation bietet nun Vormittage an, an denen spielerisch und mit sehr viel Spaß die grauen Zellen wieder besser auf Trab gebracht werden.

Oliver arbeitet bei der Höchberger Sozialstation. Einer seiner Aufgaben ist es, Herrn B. zweimal die Woche zu besuchen. Herr B: ist 82 Jahre alt und man kann ihn gut als rüstigen älteren Herrn bezeichnen. Er hat ein langes und bewegtes Leben hinter sich. Vor sechs Jahren ist seine Frau gestorben, seitdem bewohnt er das große, schöne Haus zusammen mit seinem Kater Luigi, den er mit seiner Frau von 20 Jahren aus Sizilien mit nach Hause gebracht hatten. Besonders stolz ist er auf seine Aussicht vom Balkon aus. Man hat einen tollen Blick direkt auf die Festung.

Auch in diesem Jahr fand für die Patienten der Höchberger Sozialstation wieder eine besinnliche und harmonische Weihnachtsfeier statt. Am Mittwoch, den 26. November wurden alle Patienten in den Pfarrsaal St. Norbert eingeladen und ab 14 Uhr mit Kaffee und Kuchen bewirtet. Wer nicht selbstständig kommen konnte, griff auf den Fahrdienst der Sozialstation zurück und wurde selbstverständlich abgeholt.

Immer mittwochs und freitags findet die Betreuungsgruppe „Augenblick“ der Höchberger Sozialstation statt. Hier treffen sich Senioren, teilweise mit eingeschränkter Alltagskompetenz, um einen schönen Nachmittag zu verbringen. Die Angehörigen werden entlastet und die Patienten erleben eine tolle Zeit mit Spiel, Spaß und Singen bei Kaffee und Kuchen.

- Neue Pflegekraft in der Höchberger Sozialstation- Neue Auszubildende in der Höchberger Sozialstation- Neue Mitarbeiter gesucht!- Kleidermarkt „tragbar“ findet nun regelmäßig statt- Neue Facebook-Seite

Der Kleidermarkt "tragbar" wird ab jetzt regelmäßig einmal im Monat stattfinden!

Die Höchberger Sozialstation hat was zu feiern! Schwester Rosi hat in diesem Jahr 25-jähriges Betriebsjubiläum. Damit ist sie mit Abstand die dienstälteste Angestellte bei der Höchberger Sozialstation.

Am Freitag, den 12. und Samstag, den 13.07. fand in Höchberg der erste Kleidermarkt "tragbar" statt. Idee dazu hatte Doris Strauch, die mit ihren Überlegungen auf Günter Klopf, den Vorsitzenden des Vereins für Ambulante Krankenpflege e.V. und Barbara Endres, der Leiterin der Höchberger Sozialstation, zuging. Sinn und Zweck von „tragbar“ ist – so die Aussage von Doris Strauch – einen nachhaltigen Kreislauf gebrauchter Kleidung zu schaffen, Ressourcen zu schonen und den Umweltschutz zu fördern. Zudem wurde die gespendete Kleidung zu absolut günstigen Preisen verkauft.

Wenn ein Angehöriger ein Pflegefall wird, gibt es viele Entscheidungen zu fällen. Hat man selbst die Zeit und die Kraft, den Angehörigen zu pflegen? Käme vielleicht eine Heimunterbringung in Betracht? Oder gibt es doch Möglichkeiten, die pflegebedürftige Person zu Hause zu behalten, bzw. in der eigenen Wohnung zu belassen? Die Höchberger Sozialstation hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Angehörigen zu entlasten und die Pflege von Hilfsbedürftigen zu übernehmen. Viele wollen ihre Wohnung im Alter nicht verlassen. Und wie heißt es doch so schön: "Einen alten Baum verpflanzt man nicht." Die eigene Wohnung ist vertraut und voll mit Erinnerungen an ein schönes Leben.

Ca. 70 % der Pflegebedürftigen in der häuslichen Umgebung werden von Angehörigen gepflegt.Mit Einführung der Pflegeversicherung hat der Gesetzgeber einen Rahmen geschaffen, der eine umfassende Entlastung pflegender Angehöriger ermöglicht. Wenn es in der Familie zu einem Pflegefall kommt, ist nichts mehr, wie es vorher war. Das Leben verändert sich ganz plötzlich und neben der Sorge um das Familienmitglied kommen nun ganz neue Herausforderungen auf alle zu. Die Angehörigen sind dann oft hohen psychischen und physischen Belastungen ausgesetzt. Zu ihrer Entlastung besucht Schwester Andrea die Pflegenden und deren Angehörige zu Hause. Ihre professionelle Beratung ist auf die individuellen Bedürfnisse jedes Einzelnen abgestimmt. Auch die regelmäßigen Beratungseinsätze nach § 37 Abs. 3 SGB XI werden von Schwester Andrea in der häuslichen Umgebung durchgeführt.

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